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Kinderbeiträge

Schmutziges Wasser

Ein Krimi für Kinder
von Lukas F.
Remscheid, den 17.12.2013

Tom, Olli und Tina machten endlich zusammen eine Fahrradtour. Wochenlang hatten sie gebettelt. Jetzt war es endlich soweit. Elias meinte: „Ach, ist das eine frische Luft." Tom atmete ganz tief ein. Tina erwiderte: „Einen Moment mal, hier riecht es nach Öl!"
„Wieso Öl?", sagten die anderen. „Ja, Öl", meinte Tina. „Warte, jetzt rieche ich es auch", meinte Olli. „Seid mal leise, sind das nicht Stimmen?" „Ja", antwortete Olli. „Aber das ist nicht möglich, da unten ist doch Sperrgebiet!", meinte Elias. „Kommt, das möchte ich mir gerne von der Nähe ansehen." Als sie da waren, sahen sie eine Frau und einen Mann. Tom fragte: „Was schütten die denn da ins Wasser?" „Öl, was denn sonst", antwortete Tina. Tom fragte weiter: „Warum gießen sie denn Öl in den See?" „Weil sie kriminell sind, du Dummkopf!" „Ach so", sagte Tom. „ Nun lasst mich mal zu Wort kommen", sagte Olli leise. „Und was will Professor Neunmalklug denn tun?", fragte Tina. „Also, ich würde mir erst einmal aufschreiben, wie die Herrschaften aussehen und die Autonummer notieren!", sagte Olli etwas hochnäsig. „Na, Professor Neunmalklug, und wo willst du Stift und Papier herbekommen?", meinte Tina. „Ich habe Stift und Papier dabei!", schrie Tom. „Gut, schreibst du das eben mal auf", meinte Tina. „Ein Problem gäbe es da noch", meinte Tom. „Und welches?", erwiderten die anderen zwei im Chor.
„Jemand muss mir das Kennzeichen diktieren..." Weiter kam er nicht, denn Tom sagte leise: „Passt auf! Sie schöpfen Verdacht!" „Na, dann aber schnell", meinte Tina. „Ich kann dir das Kennzeichen diktieren", meinte Tom. Schon fing er an: „QO-110... Schreibe, um wieviel Uhr sie wegfahren und welches Datum heute ist", meinte Tina und Olli rief: „Los, wir folgen Ihnen." Die drei Kinder fuhren durch schöne Landschaften, wo viele sehr schöne Pflanzen waren.
Tom und Olli würden am liebsten den ganzen Tag hier verbringen. Olli sagte zu seinem Freund Tom: „He, das ist ja hier unglaublich schön und wie gefällt es dir?" „Mir gefällt es auch sehr", bestätigte Tom. „Das wäre der perfekte Platz für mein Haus, wenn ich groß bin. Dann habe ich ja vielleicht viel Geld. Ich kann mir das schon vorstellen, jeden Tag aufzustehen und hundert Prozent Natur zu sehen. Was meinst du?", fragte Tom. Olli antwortete: „Ja, aber nur, wenn wir dann Nachbarn sind!" „Na klar sind wir dann Nachbarn!", antwortete Tom. „Lass uns Tina fragen, wie sie sich das vorstellt." Erst jetzt merkten sie, dass Tina einen riesigen Vorsprung hatte. „Komm, jetzt müssen wir aber Gas geben, sonst verlieren wir das Auto aus den Augen und Tina vielleicht auch, Olli." „Bloß nicht, vielleicht wird sie dann wegen uns entführt", meinte Olli. „Und außerdem dürfen wir nicht gegen ein Mädchen verlieren! Das können wir uns nicht leisten!", sagte Tom leise. Bald hatten sie Tina eingeholt. Tina sagte: „Na, aufgewacht, ihr Träumer?" „ Ha, ha, sehr witzig", sagte Tom spöttisch. „Passt ihr mal auf, sonst verlieren wir das Auto!", meinte Olli. „Ok, wir fahren ja schon schneller", sagten Tina und Tom. „Seht, schon bin ich wieder Erster!", meinte Tina. „Aber nicht mehr lange", meinte Tom. „Leute, beruhigt euch! Von einem Wettrennen, bei dem es um Leben und Tod geht, hat keiner gesprochen", sagte Olli. Ein wenig stolz fuhren unsere kleinen Detektive Olli, Tom und Tina gemütlich weiter. Natürlich hörten sie nicht auf ihren Freund Olli und rasten bald wieder wie Formel 1 Champions durch die Straßen. Ehe sie sich versahen, waren sie in der Stadt.
Olli meinte: „He, super! Wir sind in der Stadt, da gibt es so viele Ampeln! Hier können wir das Auto besser einholen. Wir benutzen einfach den Fahrradweg, da gibt es keine Ampeln."
Das Auto war zu dem Zeitpunkt schon fast verschwunden. „He Jungs, ich glaube, da kommt endlich die erste Ampel! Super, oder?", sagte Tina. Olli und Tim meinten: „Ja!" Die Ampel zeigte endlich rot und so langsam aber sicher holten sie das Auto ein. „Leute, wisst ihr, wo wir sind?", fragte Tom. Tina und Olli antworteten: „Nein, wo sollten wir denn sein?" „Wir sind bald am Ende unserer Tour, ja genau!", meldete Tina. Nach und nach verstand es auch Olli und er sagte: „Ach ja, genau."
Ein Hupen holte unsere Detektive aus den Träumen. Olli fragte: „Warum hupt denn der? Hat er doch gar nicht nötig!" „ Er macht das, weil er seinen Komplizen Bescheid geben will, dass er da ist", erklärte Tina. „Kommt mit", sagte Tom, der plötzlich zuckte.
„Da war doch was", meinte Tom. „Ich habe nichts gehört, du etwa?", fragte Tina Olli. „Doch, ich meine, ich habe gerade auch etwas gehört!", sagte Olli. Als sie sich umdrehten, winkte der Nachbar Hans und rief: „Hallo, ihr da, wollt ihr zu meinem Nachbarn Klaus?", fragte Hans. „Ja, wollen wir", antworteten die drei.
„Wollen wir die Eltern benachrichtigen?", fragte Olli. „Am besten nicht", meinte Tina. „Vielleicht dann die Polizei", meinte Tom. „Nein, auch nicht", sagte Tina. „Wen denn dann?", sagten beide im Chor. „Vielleicht wäre es besser, wenn wir die Sache selbst in die Hand nähmen", sagte Tina. „Bist du jetzt völlig Banane?", meinte Tom. „Warum sollte ich denn Banane sein? Das ist doch keine schlechte Idee", meinte Tina. „Doch ist es! Wir sind zwar kleine Detektive, aber wir ermitteln nur, wenn einem zum Beispiel, ein Pausenbrot gestohlen wird", sagte Olli zu Tina. Tom fügte hinzu: „Und das ist ein Kriminalfall! Das überlassen wir besser der Kriminalpolizei, deshalb heißt sie ja so." Tina erwiderte: „Aber das wäre doch die Chance! Stellt euch vor, wir gehen zur Polizei und haben die Täter gestellt."
„Ja, das wäre schon schön", meinte Tom. „Also, lass es uns versuchen", meinte Tina. „Ja, ok", meinten Tom und Olli. „Lasst uns aber zuerst unsere Fahrradtour beenden", sagte Olli.
Tina erwiderte: „Ja, aber zuerst müssen wir uns aufschreiben, wo wir hier sind". Tom rief: „Ja, das übernehme ich wieder." „ Gut", meinte Tina. Olli buchstabierte: „A-m, F-e-l-d-w-e-g, 27." „Ok, ich habe alles aufgeschrieben." Tom sagte glücklich: „Gut, dann können wir ja unsere Fahrradtour zu Ende bringen." Olli fragte: „Sollen wir trotzdem unsere Eltern einweihen?" Tina antwortete: „Lieber nicht, die verbieten uns doch nur die Ermittlungen." Olli meinte: „Ok, lasst uns langsamer fahren, sonst sorgen sich unsere Eltern." Tom sagte: „Ja richtig, es wird auch schon langsam dunkel."
Nach einer guten Viertelstunde erreichten sie das Ende ihrer Fahrradtour. Am Ende des Tages fuhr Maria, das war Ollis Mutter, die auf die drei gewartet hatte, alle nach Hause.
Am nächsten Tag rief Olli seine Freunde an und sagte: „Jetzt müssen wir aber eine Ausrede erfinden, damit unsere Eltern uns nach dem Feldweg 27 fahren. Hat schon einer eine Idee?"
Tina sagte: „Ich habe eine Idee! Wir verklickern unseren Eltern einfach, dass da ein neuer Freund wohnt." „Aber, wenn das nicht klappt, was machen wir dann?", meinte Tom. „Es muss einfach funktionieren", war die Antwort von Tina. Also fragten sie ihre Eltern. Zu ihrem Erstaunen sagten alle Elternteile ja. Nach der Elternbefragung rief Olli die Freunde an, um eine Uhrzeit für ihr Treffen auszumachen. Sie einigten sich alle drei auf 14:00 Uhr. Sie trafen sich zur vereinbarten Zeit am Haus der Kriminellen. Olli fragte: „ Was machen wir, wenn sie nicht im Hause sind?"
Tina antwortete: „Ich glaube nicht, dass sie weggefahren sind."
Olli fragte: „Was sollen wir tun?"
Tina sagte: „Oh, den Plan habe ich nicht zu Ende gedacht."
Tom meinte: „Kommt, lasst uns jetzt die Polizei anrufen."
Gesagt getan, aber die drei brauchten noch Beweise für die Verschmutzung. Eine Kamera könnten sie jetzt gut gebrauchen. Olli rief: „Ich habe zufällig eine dabei."
Tom, Olli und Tina näherten sich vorsichtig dem Haus. „Pass auf Tom, da vorne, die Katze", rief Tina.
Doch es war schon zu spät. Tom trat voll auf den Schwanz der Katze. Diese lief mit kreischenden Tönen davon. Olli sah Tom mit vorwurfsvollem Blick an. Tom äußerte sich schuldig: „Meint ihr, die haben das im Haus gehört?"
„Die Frage müsste wohl eher heißen, ob man das in China gehört hat", meinte Tina und Olli musste heftig lachen. Tom flüsterte: „ He, die Gangster kommen. Was nun?" „Schnell hinter den Busch da vorne", sagte Tina. Tom sagte zu Olli: „Mach schnell die Kamera an und seid jetzt leise, sonst hören wir nur unsere Stimmen auf der Kamera." Olli erwiderte: „Ok, wir sind ja schon leise."
Paul meinte zu seiner Komplizin Maja: „He, erinnerst du dich noch an unseren Banküberfall letzte Woche?" Maja antwortete: „Ja, sicher."
Tom meinte: „Oh Gott, die haben ja noch mehr schlimme Sachen gemacht, als wir dachten!"
Tina sagte: „ Das sind genug Beweise. Lasst uns zur Polizei gehen."
Olli fragte: „Wie kommen wir zur Polizei? Wir haben doch unsere Handys nicht dabei."
Tina antwortete: „Die Polizei ist nur 311 Meter weit weg. Da können wir doch locker hinlaufen."
Als sie sich erfolgreich an Maja und Paul vorbei geschlichen hatten, taten sie genau das.
In der Polizeistation glaubte man ihnen sofort. Ihnen wurden ein paar Fragen gestellt und es dauerte nicht lange, bis ein paar Polizisten Maja und Paul ins Gefängnis brachten. Sie wurden zu sechs Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Als unsere Detektive wieder zu Haus ankamen, kam alles anders als erwartet. Man machte ihnen viele Komplimente. Und da bald Weihnachten war, war das gar nicht so schlecht.

Schmutziges Wasser als pdf

Dieser Krimi wurde völlig selbstständig zu einem im Unterricht behandelten Bildergeschichten-Krimi verfasst und abgetippt.

Die Handlung und darin vorkommende Personen sind frei erfunden.

Die Reihe zum Thema "Krimi" folgte der Unterrichtsreihe zum Thema "Wörtliche Rede".

Überarbeitet von: D. Dörpinghaus

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